In der traditionalen Lehre steht das solare Prinzip für die aktive, männliche, aufsteigende und formgebende Macht. Ihm gegenüber stehen die tellurischen und lunarischen Kräfte, die binden, auflösen und nach unten ziehen. Der solare Mensch richtet sich an dieser höheren Polarität aus und nicht an den horizontalen Strömungen des Zeitalters.
Der größte Teil des modernen Lebens ist um die Gegenpolarität geordnet. Weichheit, Gleichheit, Emotionalismus und der Kult der unmittelbaren Sensation sind die praktischen Ausdrücke einer tellurischen und lunarischen Vorherrschaft. Eine solare Haltung wird durch den Entschluß gewonnen, das eigene Leben an Klarheit, Hierarchie und aufsteigender Kraft zu messen. Die Wiederherstellung antiker Formen ist dafür nicht die Bedingung.
Der junge Mann, der ein anderes Maß will, beginnt damit, zu sehen, welchem der beiden Prinzipien er in seinen täglichen Entscheidungen dient. Das solare Prinzip ist keine Stimmung. Es ist eine bleibende Orientierung, die in jeder Umgebung geübt werden kann.