Handeln aus dem Zentrum ist der praktische Ausdruck der inneren Orientierung. Das meiste Handeln im gegenwärtigen Zeitalter ist reaktiv. Es wird durch Reize ausgelöst, durch die Forderungen der Umgebung oder durch das Bedürfnis, eine vorübergehende Rolle zu halten. Solches Handeln wird von außen bestimmt. Der differenzierte Mensch kehrt das Verhältnis um. Er handelt aus einem Zentrum, das bereits feststeht. Die äußere Lage wird das Feld, in dem das Zentrum sich ausdrückt. Sie bleibt nicht die Quelle, die den Ausdruck vorschreibt.
Die Festigung des Zentrums ist die Arbeit der vorangegangenen Anwendungen. Leib, Rede, Aufmerksamkeit und die kleinen Entscheidungen des Tages haben die Achse entweder verstärkt oder sie zerstreut gelassen. Ist die Achse gegenwärtig, so nimmt das Handeln einen anderen Charakter an. Es ist weniger gehetzt, weniger abhängig von unmittelbarer Rückmeldung und weniger den Schwankungen des umgebenden Klimas ausgeliefert. Der Mann weiß, was das Maß verlangt. Er geht danach vor.
Junge Männer erfahren das Handeln oft als Suche nach Bestätigung. Sie handeln, um zu fühlen, daß sie noch vorankommen oder noch dazugehören. Handeln aus dem Zentrum verlangt jene Bestätigung nicht. Es ist vollständig in der Treue des Aktes selbst. Die Ergebnisse gehören der größeren Bewegung des Zyklus. Der Mann ist allein für die Qualität des Ursprungs verantwortlich, aus dem der Akt hervorgeht.
Prüfe die gewöhnlichen Handlungen des Tages an diesem Maß. Frage, ob sie aus dem inneren Maß aufsteigen oder aus dem Druck des Augenblicks. Die Fähigkeit, aus dem Zentrum zu handeln, gehört zu den restlichen Möglichkeiten, die der Zusammenbruch der äußeren Stützen unversehrt gelassen hat. Sie verwirklicht sich in dem Mann, der sie weiterübt, ohne auf günstigere Bedingungen zu warten.