Julius Evola Daily

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Tag 258 — Der restliche Weg fortgeführt

"Der Weg bleibt offen für den Mann, der ihn noch nach dem bleibenden Maß geht, wenn jede kollektive Straße, die einst in dieselbe Richtung führte, geschlossen worden ist." — Julius Evola, Den Tiger reiten

Der restliche Weg besteht fort, nachdem jeder kollektive Weg, der einst aufwärts führte, geschlossen worden ist. Der restliche Mann geht weiter nach der bleibenden Orientierung, auch wenn das Zeitalter keine geteilte Straße und keine bestätigenden Orientierungspunkte bietet. Der Weg selbst bleibt intakt. Nur die kollektiven Strukturen, die ihn einst sichtbar machten, sind verschwunden.

Junge Männer, die den höheren Weg noch spüren, suchen oft nach restlichen Gruppen oder restlichen Methoden, die den Weg weniger einsam machen sollen. Die meisten dieser Gruppen haben bereits die horizontale Logik des Zeitalters aufgenommen. Der restliche Weg wartet nicht auf äußere Unterstützung. Er setzt sich aus dem inneren Zentrum fort, das die bleibende Richtung noch wahrnimmt.

Dieses einsame Gehen ist die restliche Form des älteren traditionalen Weges, der einst sowohl den Einzelnen als auch die höheren Funktionen einer Zivilisation ordnete. Der Mann, der ihn weiter geht, erfüllt bereits die restliche Tat. Diese Tat braucht keinen kollektiven Horizont, um wirklich zu bleiben.

Führe den restlichen Weg fort. Warte nicht darauf, daß das Zeitalter Bedingungen wiederherstellt, in denen höhere Wege öffentlich offen sind. Die restliche Tat ist, die bleibende Orientierung in einer Welt wirksam zu halten, die jede vertikale Straße systematisch schließt. Diese Wirksamkeit ist die Kontinuität des höheren Typus.

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