Julius Evola Daily

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Tag 214 — Hierarchie ohne äußeren Rang

"Hierarchie setzt sich als innere Ordnung fort, wenn jeder äußere Rang von den Kräften des Zeitalters nivelliert worden ist." — Julius Evola, Menschen inmitten der Ruinen

Äußerer Rang hat sich aufgelöst. Hierarchie muß jetzt als innere Ordnung aufrechterhalten werden. Der restliche Mann lebt weiter nach einer vertikalen Unterscheidung zwischen höher und nieder, auch wenn keine kollektive Struktur diese Unterscheidung anerkennt. Die Hierarchie bleibt wirklich, weil sie im bleibenden Maß wurzelt, nicht in sozialer Anerkennung.

Junge Männer, die Rang noch spüren, suchen oft äußere Bestätigung dafür. Sie suchen Gruppen, Titel oder restliche Autoritäten, die ihre Stellung bestätigen sollen. Die meisten finden etwas, das vom Nivellierungsprozeß bereits kompromittiert ist. Der restliche Weg hängt nicht von solcher Bestätigung ab. Er hält die innere Hierarchie aufrecht, ohne auf äußere Anerkennung zu warten. Der Hunger, gesehen zu werden, macht die Suche nach Bestätigung zum Tausch. Geschwätz und Weichheit bieten Rollen an, die den Rang senken, bevor sie ihn anerkennen.

Diese innere Hierarchie ist keine private Phantasie. Sie ist die restliche Form des älteren hierarchischen Prinzips, das traditionale Gesellschaften einst von oben nach unten ordnete. Der Mann, der sich weiter nach diesem Prinzip ordnet, trägt bereits den restlichen Rang. Dieser Rang braucht kein Publikum, um wirksam zu bleiben. Der Leib bleibt unter einer Regel, die Rede unter Maß, auch wenn kein Kreis die Ordnung anerkennt. Weichheit und Geschwätz bieten Rollen an, die den Rang senken, bevor sie ihn anerkennen.

Ordne dich nach der bleibenden Hierarchie. Warte nicht darauf, daß das Zeitalter äußere Ränge wiederherstellt, die der Zyklus bereits erschöpft hat. Die restliche Tat ist, die vertikale Unterscheidung gegenwärtig zu halten in einer Welt, die sie abgeschafft hat. Diese Gegenwart ist die Kontinuität höherer Qualität.

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