Klarheit ist die Kraft, die bleibt, wenn die kollektiven Formen höheren Wissens aufgelöst sind. Lehre, Ritus und eine lebende Überlieferungskette haben einem Mann einst einen Teil des Sehens abgenommen. Diese Stützen sind dünn geworden. Was er noch tun kann, ist den Nebel zu verweigern. Er unterscheidet weiter nach dem bleibenden Maß: Höheres von Niederem, Form von Formlosigkeit, das Zentrum von der Strömung, die von ihm wegzieht.
Das späte Feld ist dicht. Nachrichten, Gerede, Begierde und die Stimmung der Stunde drängen so lange, bis jede Differenz wie eine Vorliebe aussieht. Die Dichte wird als Entschuldigung gebraucht. Der Mann sagt sich, das Zeitalter sei zu verworren, als daß Maßstäbe noch gelten könnten. Die Entschuldigung ist die erste Senkung. Das Feld ist verworren, weil das Zeitalter den Rang eingeebnet hat. Die Einebnung tilgt die Unterschiede nicht. Sie macht sie nur schwerer im Blick zu halten.
Junge Männer verlieren Klarheit auf zwei gewöhnliche Weisen. Sie nehmen mehr Zeichen auf, als sie richten können, und sie lassen die Sprache um sie die Wörter auslöschen, die einen wirklichen Schnitt markieren. Sind Qualität, Rang und Maß erst zu Geschmack herabgeredet, folgt das Auge. Das Auge wiederzugewinnen heißt, die Aufnahme zu kürzen und die alten Unterscheidungen in der Rede zu halten. Ein Mann, der nicht sagen will, daß eines über dem anderen steht, hat den Nebel bereits als sein Klima angenommen.
Halte die Unterscheidungen scharf an der nächsten Sache, die du ansiehst. Eine Aufgabe, ein Satz, eine Freundschaft, ein Gebrauch des Leibes. Jedes kann unter dem bleibenden Maß gesehen oder vom Wetter des Tages verschluckt werden. Die Dichte des Zeitalters ist kein Grund, den Maßstab des Sehens zu senken. Sie ist der Grund, warum das Sehen vom Mann selbst geleistet werden muß.